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Positionierung / Position

terça-feira, 6 de outubro de 2026

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Pressemitteilung vom 6.10.2026 (english translation below)

Das “zuka solicafé” im Haus der Jugend schließt zum Ende des Jahres.

Was ist passiert?

Im März haben wir zusammen mit vier Kooperationspartner*innen eine Veranstaltung zu “Antimuslimischem Rassismus in Deutschland” geplant. Die Leitung des JBW im Haus der Jugend hat diese Veranstaltung mit vagen Antisemitismusvorwürfen gegenüber unseren Partner_innen untersagt.

Antisemitismusvorwürfe wie Rassismusvorwürfe sind grundsätzlich schwerwiegend, insbesondere für uns, da wir bewusst diskriminerungskritisch und inklusiv arbeiten. Es ist unabdingbar, dass solche in den Raum gestellten Vorwürfe substantiiert werden: um sie zu klären oder um Instrumentalisierung zu verhindern.

Die Vorwürfe wurden trotz mehrfachem Nachfragen bei Leitung und Vorstand des JBW - u.a. in einem persönlichen Gespräch - bis heute nicht substantiiert. Auf diese Weise wird die Beweislast verschoben: Nicht der Vorwurf muss begründet werden, sondern die Betroffenen müssen ihre Unschuld beweisen.

Im Mai erfolgte durch den JBW Vorstand eine unerwartete Begrenzung des Pachtverhältnisses auf maximal 31.12.2026.

Bis heute haben wir trotz mehrfacher Nachfrage keine nachvollziehbare Begründung zu diesem Vorgang erhalten: Weder durch den Vorstand noch durch die Geschäftsführung des JBW.

Mit viel Unterstützung durch unsere Community haben wir viele Monate gekämpft: Für Transparenz, wie diese folgenschwere Entscheidung zu Stande gekommen ist und für eine Verlängerung des Pachtvertrages bis 30.4.2027, um den laufenden Bildungsbereich (BBB) im zuka abschließen zu können. Beides ist uns nicht gelungen.

Jetzt bleibt uns, dieses Ergebnis zu akzeptieren, die letzten Monate im zuka zusammen mit Euch in vollen Zügen zu genießen, das Café verantwortungsvoll abzuwickeln und in die Planung für 2027 zu gehen.

Unsere institutionelle Förderung durch die Stadt Freiburg steht aktuell nicht zur Disposition, so dass wir viele unserer Angebote erstmal in anderen Räumlichkeiten sowie in unserem Gemeinschaftsgarten weiter anbieten können.

Wir sind noch mehr entschlossen, unsere Arbeit weiterzuführen. Die Themen, die uns am Herzen liegen sind:

  • Antidiskriminierung
  • Inklusion
  • sozial-ökologische Transformation

Konkret bedeutet das, dass wir für die vielen Kultur- und Bildungsveranstaltungen wie auch Community Events aus dem zuka passende Orte suchen wie z.B. für das KiKaffee, Cine Arab, Cine Mir, die Unity Beats und Workshops. Wir rechnen nicht mit “einem” Café, sondern mit vielen Orten der Begegnung.

Wir bedanken uns, dass so viele Menschen uns in diesen unfassbar schwierigen und aufreibenden Monaten unterstützt haben!

Kontakt: vorstand@zlev.de
Als kleiner, gemeinnütziger Verein mit sehr begrenzten Ressourcen können wir auf Anfragen nicht sofort antworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Antwort bis zu fünf Werktage dauern kann.


Press Release dated October 6, 2026

The “zuka solicafé” at the Haus der Jugend will close at the end of the year.

What happened?

In March, we planned an event on “Anti-Muslim Racism in Germany” together with four partner organizations. The management of the JBW at the Haus der Jugend banned this event, citing vague allegations of anti-Semitism against our partners.

Accusations of antisemitism, like all accusations of racism, are always serious, especially for us, as we deliberately work in a discrimination-critical and inclusive way. It is essential that such accusations, once raised, are substantiated: either to clarify them or to prevent their instrumentalization.

Despite repeated inquiries to the JBW management and board, including a personal conversation, the allegations have still not been substantiated. This shifts the burden of proof: it is no longer the allegation that has to be justified, but the people affected who must prove their innocence.

In May, the JBW board unexpectedly limited the lease to a maximum end date of 31 December 2026.

To this day, despite repeated inquiries, we have not received a comprehensible explanation for this matter, either from the board or from the management of the JBW.

With a great deal of support from our community, we fought for many months: for transparency regarding how this momentous decision came about, and for an extension of the lease until April 30, 2027, so that we could complete the ongoing educational program (BBB) at the zuka. We succeeded in neither.

Now all that is left for us is to accept this outcome, to enjoy our last months at the zuka with you to the fullest, to wind down the café responsibly, and to move on to planning for 2027.

Our institutional funding from the City of Freiburg is not currently at risk, so we are able to continue offering many of our programs for the time being at other locations as well as in our community garden.

We are more determined than ever to continue our work. The issues that are close to our hearts are:

  • Anti-discrimination
  • Inclusion
  • Socio-ecological transformation

Specifically, this means that we’re looking for suitable venues for the many cultural and educational events, as well as community events, taking place right now at zuka — such as KiKaffee, Cine Arab, Cine Mir, Unity Beats, and workshops. We’re not looking for “one” café, but rather for many places where we can bring people together.

We would like to thank all the many people who supported us during these incredibly difficult and exhausting months!

Contact: vorstand@zlev.de
As a small non-profit association with very limited resources, we cannot respond to inquiries immediately. Please understand that a response may take up to five working days.

Café Aman: Konzert Ehmed Cemîl & Jam Session

segunda-feira, 5 de outubro de 2026

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So wars bei "Café Aman" im September 🎶
Letzten Mittwoch war der kurdische Saz-Spieler und Sänger Ehmed Cemîl (Bavê Aram) gebürtig aus Qamişlo bei uns zu Gast. Begleitet wurde er von Gastgeber und Musiker Ahmed Abdelali auf der Rahmentrommel.
Auch wenn wir diesen Monat nur eine kleine Runde waren, haben wir die wunderbare Musik sehr genossen. Danke, Bavê Aram, für deine Musik! 🙏
Während des Konzerts hat uns Mehveş Öztürk traditionelle kurdische Tanzschritte gezeigt, und wir haben gemeinsam Dabke getanzt. 💃🕺 Bei der abschließenden Jam-Session haben wir das kurdische Lied „Xemil Zozan" von Aram Tigran kennengelernt und zusammen gesungen, als Teil unseres Café-Aman-Community-Aufbaus.
📅 Und morgen geht es weiter: Das Fadhel Boubaker Acoustic Trio ist zu Gast bei Café Aman.
🕖 Ab 19:00 Uhr
📍 zuka solicafé
Die Konzertreihe „Café Aman" wird kuratiert von Ahmed Abdelali. Wir freuen uns auf euch!

CaféAman #zukasolicafé #Freiburg #LiveMusik #KurdischeMusik #Saz #Dabke #Community #zusammenleben

Fotos: Marc Doradzillo

unsere erste Pommes Woche

sexta-feira, 17 de julho de 2026

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Juli im zuka

sexta-feira, 10 de julho de 2026

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Eine tolle Woche im zuka neigt sich dem Ende. Mit viel guter Laune und zwei tollen Neuigkeiten: ab dieser Woche gibt es bei uns Slush Eis und ab nächster Woche auch noch Pommes! 🍟

"Hass: Von der Macht eines widerspenstigen Gefühls." Lesung und Austausch mit Șeyda Kurt

sexta-feira, 3 de julho de 2026

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📖✨ „Von der Macht eines widerständigen Gefühls"
🔥 Was für ein Abend! Der große Hörsaal der Evangelischen Hochschule war zum Bersten voll, und trotz unfassbarer Hitze haben 270 Menschen online und offline den gemeinsamen Denkraum der Lesung und den Austausch dazu mit der Autorin Șeyda Kurt intensiv genutzt. Wir sind überwältigt über diese Resonanz! 🙏🔥
💬 Nach jedem gelesenen Abschnitt gab Șeyda Kurt uns allen die Möglichkeit, unsere Fragen zu stellen und die gelesene Textstelle zu diskutieren. Die Lesung führte von der geschichtlichen Einordnung des Hasses als ‚schlecht' geltendem Gefühl, das im Gegenteil zu den als ‚gut' konstruierten Gefühlen steht. Eine Dichotomie, die sowohl von Aristoteles aufgemacht wurde als auch von der christlichen Kirche bedient wird, die Kurt in ihrem Buch dekonstruiert. Es folgte eine kritische Auseinandersetzung mit Carolin Emckes Position zum Hass bis hin zu Kurts eigenen 5 Modi des Hasses. Den Abschluss bildeten fragmentarische Passagen aus dem zweiten Teil des Buches, in denen insbesondere abolitionistische Perspektiven im Zentrum standen. Es kamen viele Fragen aus dem Publikum, die die Autorin einluden, ihre 5 Modi des Hasses genauer einzuordnen oder ihre persönliche Involviertheit zu thematisieren, durch die sie sich mit diesem Buch auch vulnerabel zeigt. Die interessierten Zuhörer*innen haben mit ihren Fragen und Gedanken zusammen zu einem sehr gelungenen Diskussions- und Denkraum beigetragen!
❓ Worum ging es?
📚 In ihrem 2023 erschienenen Buch nimmt sich Șeyda Kurt dem ‚Hass' an und holt ihn aus der Ecke der ‚verdammten Gefühle' heraus. Sie stellt die Perspektiven marginalisierter Gruppen konsequent in den Vordergrund und zeigt anhand vieler Beispiele auf, wie sich strukturelle Diskriminierung auf unterschiedliche und vielfältige Weise auf die Menschen auswirkt. Exkludierende Strukturen, die nicht nur traurig oder wütend machen, sondern auch Hass auslösen können.
✊ Es gelingt ihr, den Hass in den Kontext von struktureller Diskriminierung und Ungleichheit zu stellen, ihn zu politisieren und ihm so eine emanzipatorische Kraft zu verleihen. Sie spricht dann von „strategischem Hass", der Widerstand hervorbringen und Antrieb für Veränderung sein kann – eine ungewöhnliche und befreiende Perspektive.
🌱 Vor dem Hintergrund rassistischer, kapitalistischer, patriarchaler und kolonialer Verhältnisse, die unsere Gesellschaften strukturieren, bietet das Buch viel Stoff für kontroversen Austausch. Gleichzeitig erzählt Șeyda Kurt Geschichten von Menschengruppen, die Wege jenseits ausgrenzender, unmenschlicher Strukturen suchen und leben – und schenkt damit nicht nur Hoffnung, sondern auch Ideen für ein menschliches, gleichberechtigtes Miteinander. 🌱
🎙 Moderiert und begleitet wurde der Abend von Isabelle Ihring, Banu Bayam und Johanna Dangel.
🤝 Eine Veranstaltung der Evangelischen Hochschule Freiburg in Kooperation mit zusammen leben e.V., dem Africa Centre for Transregional Research (ACT) an der Universität Freiburg und dem Jos Fritz.
✨ Danke an alle, die dabei waren! ✨

Fotos: Jule Schnellbach